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Mieterhöhung

Musterschreiben zur Mieterhöhung

Angleichung an ortsübliche Vergleichsmiete, §§ 558 ff. BGB

 

Mieterhöhung / ortsübliche Vergleichsmiete / Voraussetzungen:

Wenn Sie Ihre Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete erhöhen wollen, müssen Sie diese 3 Punkte beachten:

1. Nach § 558 BGB dürfen Sie Ihre Miete nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen. Liegen Sie mit Ihrer Miete ohnehin bereits höher, können Sie diese Mieterhöhungs-Möglichkeit gleich von Ihrer Wunschliste streichen.

2. Innerhalb von 3 Jahren dürfen Sie Ihre Miete nur um maximal 20 % erhöhen.

3. Nur wenn Sie eines der folgenden 4 Begründungsmittel vorweisen können, haben Sie gute Chancen, mit Ihrer Mieterhöhung durchzukommen:

- den Mietspiegel,

- 3 Vergleichswohnungen,

- Auskunft aus einer Mietdatenbank oder

- Sachverständigen-Gutachten.

Wichtig: Die Mieterhöhung tritt nur in Kraft, wenn der Mieter Ihrer Mieterhöhung zustimmt! Tut er das nicht innerhalb von 2 Monaten, können Sie seine Zustimmung einklagen. Wollen Sie nicht klagen, müssen Sie Ihren Mieterhöhungs-Wunsch fallen lassen.

Mieterhöhung für Ihre Wohnung Nr. ...., Adresse

 

Sehr geehrte(r) ................................. ,

Sie zahlen seit ............................................ für die oben genannte Wohnung eine monatliche Grundmiete in Höhe von € ........................................ zzgl. Betriebs- und Nebenkosten. Diese Miete entspricht nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. Seit der letzten Mietanpassung ist zudem (abgesehen von Mieterhöhungen wegen Modernisierung sowie Veränderungen von Betriebskosten) mehr als die gesetzlich geforderte Frist von einem Jahr vergangen.

Wie Sie ggf. bereits wissen, bin ich deswegen gemäß § 558 Abs. 1 BGB berechtigt, Ihre Zustimmung zur Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete zu verlangen. Diese Vergleichsmiete beträgt zur Zeit ................................... € pro Quadratmeter (netto).

Ich begründe die Mieterhöhung wie folgt:

1. Variante (Mietspiegel):

Mit dem aktuellen Mietspiegel der Stadt Landshut für nicht preisgebundene Wohnungen vom ..........., den Sie – nach vorheriger Terminabsprache – bei mir einsehen oder auch bei Mieterverein oder Haus- und Grundbesitzerverein bzw. der Stadtverwaltung erhalten können, ergibt sich aufgrund der folgenden Kriterien eine monatliche Nettokaltmiete von ..................... €/qm. [Folgt nähere Bezugnahme auf die Kriterien des Mietspiegels und deren Anwendung auf die konkrete Wohnung].

2. Variante (Mieterdatenbank):

Mit der beiliegenden Auskunft aus der Mieterdatenbank der ..................................... [Institution], aus der sich eine monatliche Nettokaltmiete von ............. €/qm ergibt. [Folgt nähere Bezugnahme auf die Kriterien des Mietspiegels und deren Anwendung auf die konkrete Wohnung].

3. Variante (Sachverständigengutachten):

Gemäß dem hier im Original angefügten Gutachten des Sachverständigen ........................ vom .............................. ergibt sich auf Grundlage einer Besichtigung Ihrer Wohnung eine monatliche Nettokaltmiete von ............ € /qm.

4. Variante (Vergleichswohnungen):

Die nachstehend aufgeführte Auflistung vergleichbarer Wohnungen, die hinsichtlich Lage, Art, Baujahr, Größe, Beschaffenheit und Ausstattung mit Ihrer Wohnung vergleichbar sind, soweit unter Besonderheiten nichts anderes angegeben ist, ergibt eine monatliche Nettokaltmiete von ........... €/qm.

· Wohnung Nr. 1:

 Wohnfläche ........ qm, Miete ............. €/Monat.

 Ort, Straße, Stockwerk, Name des Wohnungsinhabers

 Besonderheiten:

· Wohnung Nr. 2:

Wohnfläche ........ qm, Miete ............. €/Monat.

Ort, Straße, Stockwerk, Name des Wohnungsinhabers

Besonderheiten:

· Wohnung Nr. 3:

Wohnfläche ........ qm, Miete ............. €/Monat.

Ort, Straße, Stockwerk, Name des Wohnungsinhabers

Besonderheiten

Die daneben zu entrichtende/n Vorauszahlungen/Pauschale für die gem. § .... unseres Mietvertrages vom umgelegten Heiz- und Betriebskosten bleiben ebenso unverändert wie etwa vereinbarte Zuschläge bzw. sonstige Nebenkosten.

Vor drei Jahren – ab dem unten angegebenen Wirkungszeitpunkt der neuen, erhöhten Miete zurückgerechnet – betrug Ihre Grundmiete.....  €, womit die Kappungsgrenze von 20 % gemäß § 558 Abs. 3 BGB nicht überschritten ist.

 

Da alle nach dem Gesetz erforderlichen Voraussetzungen für eine Mieterhöhung gegeben sind, bitte ich Sie bis spätestens .............. [Ablauf des zweiten Kalendermonats nach Zugang dieses Schreibens beim Mieter] um Übersendung der beiliegenden Einverständniserklärung. Bitte beachten Sie dabei, daß sämtliche Mieter unterschreiben.

Im Falle Ihres Einverständnisses haben Sie gemäß § 558 b BGB die neue Miete in Höhe von monatlich

Grundmiete (neu)                                                                                               €

zzgl. jeweils unverändert

Nebenkostenvorauszahlungen/-pauschale                                                  €

etwaige Zuschläge/sonstige Nebenkosten                                                   €

                                                                                                                                     ______________________

Gesamt                                                                                                               €

                                                                                                                                      =======================

mit Beginn des dritten Kalendermonats, der auf den Zugang dieses Schreibens folgt, mithin ab dem .......... zu entrichten.

Sollte mir Ihre Zustimmung bis zum Ablauf des zweiten Kalendermonats nach Zugang dieses Schreibens bei Ihnen nicht vorliegen, sehe ich mich leider gezwungen, ohne nochmalige Ankündigung zur Durchsetzung meines berechtigten Erhöhungsverlangens Ihnen gegenüber gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die mit einer derartigen Klage verbundenen, nicht unerheblichen zusätzlichen Kosten würden dann allein zu Ihren Lasten gehen.

Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass Ihnen gem. § 561 BGB wegen der Mieterhöhung ein Sonderkündigungsrecht zusteht. Falls Sie davon Gebrauch machen möchten, muß Ihre Kündigung bis zum Ablauf des zweiten Monats nach dem Zugang dieses Schreibens bei mir vorliegen. Sie beendet das Mietverhältnis dann zum Ablauf des übernächsten Monats. In diesem Fall tritt die verlangte Mieterhöhung nicht ein.

Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Einverständniserklärung

Mit der Anhebung des Grundmietzinses für die von mir/uns bewohnte .....-Zimmer-Wohnung im ..... [Stockwerk] des Anwesens ......... [Straße] in ............. von bislang ............ € auf nunmehr ........€ monatlich mit Wirkung ab dem ........... erkläre(n) ich/wir mich/uns hiermit einverstanden.

Die übrigen Regelungen des zwischen uns am .............. abgeschlossenen Mietvertrages, insbesondere über die anteilig zu zahlenden Betriebskosten, etwaige Zuschläge bzw. sonstige Nebenkosten, bleiben hiervon unberührt.

  ........................................, den ............................................................

 

________________                           ________________

Mieter 1                                                  Mieter 2