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Ortsübliche Gerüche

 

Nachbar kann zum Einbau einer Dunstabzugshaube gezwungen werden: Wenn es beim Nachbarn Kasseler Rippchen, Schweinebraten oder Käsespätzle zum Essen gibt, dann riechen das natürlich die anderen Eigentümer einer Wohnanlage.

Das läßt sich im Alltag kaum ändern und wird von der Rechtsprechung immer wieder als ortsüblich für eine Wohngegend bezeichnet.

 

 

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Nachbar kann zum Einbau einer Dunstabzugshaube gezwungen werden:

Wenn es beim Nachbarn Kasseler Rippchen, Schweinebraten oder Käsespätzle zum Essen gibt, dann riechen das natürlich die anderen Eigentümer einer Wohnanlage. Das läßt sich im Alltag kaum ändern und wird von der Rechtsprechung immer wieder als ortsüblich für eine Wohngegend bezeichnet.

 

 

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Doch es gibt Grenzen des Erträglichen, wie die LBS mitteilt. Paragraph 14, Ziffer 1 des Wohnungseigentumsgesetzes besagt, daß sich der Verursacher bemühen muß, die Belästigungen durch Gerüche möglichst zu vermeiden.

 

Dazu zählt nach Überzeugung des Oberlandesgerichts Köln der Einbau einer Dunstabzugshaube - zumindest dann, wenn bei geöffnetem Fenster die Essensdüfte genau in die Wohnung eines Nachbarn dringen (Aktenzeichen 16 Wx 67/97).

 

Wenn übrigens trotz des Abzugs noch etwas zu riechen ist, dann muß man dies als Nachbar hinnehmen. So entschied nach Auskunft der LBS das Landgericht Traunstein im ,,Sauerkraut-Streit" zwischen den Bewohnern von zwei Doppelhaus-Hälften. Die Mitglieder einer Zivilkammer waren selbst zum Lokaltermin erschienen, um zu schnuppern. Und sie befanden: alles halb so schlimm

(Aktenzeichen: 6 S 326/97).

 

Quelle: http://www.bauarchiv.de/