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VERLETZUNG DER HAUSORDNUNG/TÄTIGWERDEN DES VERWALTERS (ORGA)

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VERLETZUNG DER HAUSORDNUNG/TÄTIGWERDEN DES VERWALTERS (ORGA)

Vorbemerkung

Gerne wird der Verwaltung hinsichtlich der Überwachung der Hausordnung Untätigkeit vorgeworfen. Viele Eigentümer wissen aber nicht, dass z. B. permanente Ruhestörungen zu den nachbarrechtlichen Streitigkeiten zählen. Diese nachbarrechtlichen Streitigkeiten sind eigentlich nicht Angelegenheit der allgemeinen Verwaltung. Insbesondere dann nicht, wenn hier zu Lasten aller Eigentümer Rechtsverfolgungskosten anfallen. Daher ist ein entsprechender Beschluss zwingend notwendig.

Beschlussvorschlag:

Es wird der Antrag gestellt, die Eigentümer mögen beschließen: Wenn Rechte  der Wohnungseigentümer aus Verstößen gegen die Hausordnung (Nutzungsordnung) geltend gemacht und der Verwalter eingeschaltet werden soll, ist dieser nur verpflichtet, tätig zu werden, wenn detaillierte schriftliche Angaben zur Verletzung der Hausordnung gemacht werden. Dazu gehört wenn möglich der Name des Störers. Anonymen Anschuldigungen gegen namentlich genannte Bewohner soll der Verwalter nicht nachgehen. Schwere Pflichtverletzungen sind dem Verwalter schriftlich anzuzeigen, wenn möglich unter Angabe der vollen Namen der Beteiligten.

Alternativ:

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird bevollmächtigt und beauftragt, etwaige Handlungs- und/oder Zustandsstörer außergerichtlich abzumahnen. Sofern dies keinen Erfolg verspricht, ist die Verwaltung dazu angehalten, notfalls unter Hinzuziehung eines Rechtsanwalts, im Namen und für Rechnung der Gemeinschaft sämtliche Ansprüche der Gemeinschaft zu wahren. Eine entsprechende Klage soll erst nach drei erfolglosen und schriftlichen Abmahnungen erfolgen.