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Verwalterglück - ein Gedicht!

Verwalterglück

Ein Mensch verwaltet leicht und froh
und scheinbar ohne Risiko,
doch ohne groß zu überlegen,
wildfremder Menschen Hausvermögen.

Konkret wird er nur selten tätig
verdient zwar wenig aber stetig.
Als Zubrot reicht's mir, denkt er sich.
Doch eines Tags kommt's fürchterlich.

Ein Mietstreit geht vor's Amtsgericht,
das ungehemmt sein Urteil spricht:
Die Miete sei glatt überhöht,
weil dies und jenes ja nicht geht.

Die Heizung wärme nur noch kläglich
die Stromversorgung streike täglich,
die Ostwand sei seit langen naß,
dem Flurgeländer fehle was.

Auch sanitär sei viel verpennt,
das mache 4 mal 10 Prozent .
Den Hausbesitzer trifft Verlust.
Als Lösung aber und aus Frust
will er Ersatz für seinen Schaden.
Den will er vom Verwalter haben.

Dem Menschen wird jetzt richtig schlecht:
Das "Recht'' gibt dem Besitzer recht.
Ein Dumping-Sold kürzt ja mitnichten,
die täglichen Verwalterpflichten.

Der Mensch hat seufzend und beklommen,
das harte Urteil angenommen
und stottert mühsam bis zum Grab
den unverdienten Schaden ab.

Und die Moral von der Geschicht':
Ein Zuckerschlecken ist es nicht,
der Diener zweier Herrn zu sein,
mit einer Weste, weiß und rein.

Denn so verstand er seinen Job.
Es bleibt die schwere Frage, ob
ihm letztlich der Verband könnt' nützen,
mit klugem Rat und Taten stützen.

Ja, wir, sagt der, sind überall,
komm erstmal zum Verwalterball,
mit viel zu trinken, gut zu essen,
da wirst Du Dein Problem vergessen

Der Mensch lehnt ruhig sich zurück:
Es gibt doch ein Verwalterglück

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