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Streit um Klo-Brille aus Vogelahorn

Im Namen des Volkes"
Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat. (Nicolas Chamfort)

Streit um Klo-Brille aus Vogelahorn

Ein "nobler" Kölner leistete sich eine Toiletten-Brille aus Vogelaugen-Ahorn. Der exklusive Luxus-Sitz kostete seinerzeit rund 3700 DM (1900 Euro) und liess ihn in sein Gäste-WC einbauen.
Als nach ca. drei Jahren ein Scharnierhalter brach, gab er das mit Intarsien verzierte Sitzmöbel an Installationsfirma zur Reparatur. Bei der Rückgabe entdeckte der Kunde allerdings Kratzer und eine Einkerbung. Die Firma argumentierte, dies sei eine natürliche Abnutzungserscheinung an einem Gegenstand des täglichen Gebrauchs. Der empörte WC-Deckel-Besitzer zog vor Gericht.
Sein Argument: Das Gäste-WC werde höchstens alle 14 Tage frequentiert.

Die Kratzer auf der Luxusbrille führten zu einem "lustigen" Rechtsstreit.
Der Eigentümer des teueren Sitzes verklagte die Sanitärfirma auf 1022 € Schadenersatz, die WC-Brille wurde angeblich bei einer Reparatur beschädigt. Die "Streithansel" einigten sich jedoch gerade noch auf einen Vergleich.
Ein Prozess und die richterliche Entscheidung um ein «Corpus delicti der besonderen Art» wurde somit in letzter Minute abgewendet. Die betroffene Firma zahlte etwa die Hälfte der geforderten Summe.

AG Köln

einzugeben.

 

2.

Linkbezeichnung: Pro Grundstück darf nur ein Hahn krähen

 

 


Ler
ne Klagen ohne zu Leiden! – Menschen, die keine Probleme haben, liegen wahrscheinlich nur auf dem Friedhof. Also, nehmen wir die Herausforderungen mit dem Umgang mit Menschen, einfach an.                      
                                          Hurra, wir leben!
 

 

Pro Grundstück darf nur ein Hahn krähen

In einem Wohngebiet darf pro Grundstück höchstens ein Hahn krähen. Wer mehr als einen Hahn hält, stört die Ruhe der Nachbarn. Das hat das Oberverwaltungsgericht für Nordrhein- Westfalen in Münster per Beschluss entschieden. Ein Hobby-Züchter aus Wesel hatte geklagt, weil ihm die Stadt das Halten von vier Hähnen auf seinem Grund verboten hatte und
nur noch ein Exemplar des stolzen Federviehs zuließ. Der Mann hatte schon erstinstanzlich vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf verloren.
OVG Münster.

 

3. Linkbezeichnung:  Hahn darf weiter krähen- Hahn war früher da als Mieter!



" im Namen des Volkes"

Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat. (Nicolas Chamfort)

 

Hahn darf weiter krähen- Hahn war früher da als Mieter!

Ein Münchner ist gegen einen Hahn und 20 Hennen in der Nachbarschaft vor Gericht gezogen und hat verloren. Nach seinem Umzug an den Stadtrand verklagte er den Betreiber einer Hühnerhaltung auf Entfernung des Hahnes, da er sich durch das Krähen in seiner Morgenruhe gestört fühlte. Das Amtsgericht München befand aber in einer Entscheidung, dass jede Hühnerhaltung selbstverständlich der Existenz eines Hahnes bedürfe. Auch die versuchte Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 100 000 Mark für den Fall, dass der Hahn weiter die Ruhe des Nachbarn stören sollte, hatte keinen Erfolg. Dem Kläger sei die Hühnerhaltung auf dem Nachbargrundstück vor Unterzeichnung seines Mietvertrages bekannt gewesen. Deshalb habe er nicht im nachhinein die Beseitigung des ihn störenden Hahnes verlangen können.
(AG München Az: 271 C 23419/00).

 

4. Linkbezeichnung: Weg mit dem Zaun

Nehmen wir die Herausforderungen mit dem Umgang mit Menschen -und den Gerichten-
einfach an. 
Hurra, wir leben!
von Axel Uwe Stein
 

Weg mit dem Zaun!
Zwei nebeneinander liegende Grundstücke, die demselben Eigentümer gehören, sind von einem einzigen Zaun umgeben. Später erwirbt die Stadt X das eine Grundstück, der Privatmann B das andere. Der Zaun bleibt stehen. Als nächstes verlangt die Stadt von B, dass er den auf ihrem Grundstück stehenden Zaun entferne, obwohl er ihn gar nicht errichtet und die Stadt ihn mitgekauft hatte. Da B sich weigert, klagt die Stadt auf Verurteilung des B, den Zaun zu entfernen, der sich auf ihrem Grundstück befindet. Durch Urt. v. 22. 2. 1994 (1478 - 3 C 229/93) gab das AG Tostedt der Klage statt und stützte die Verpflichtung, den Zaun zu entfernen, auf den Herausgabeanspruch des § 985 BGB! Vorsichtshalber hat das Amtsgericht den Streitwert auf 1.500 DM festgesetzt, so dass die Berufung ausgeschlossen war. Damit wurde der Unsinn rechtskräftig, dem Anspruch gegen den Nachbarn auf Beseitigung eines der Klägerin gehörenden Zaunes auf einem der Klägerin gehörenden Grundstück aufgrund der rei vindicatio stattzugeben. Verfassungsbeschwerde - natürlich - erfolglos.

Anmerkung der Redaktion:
Da frage ich mich, warum dem Richter niemand vorgetragen hat, dass der Zaun dem Beklagten nicht gehört.
Als Nichtjurist frage ich mich weiter, mache ich mich nicht auch strafbar, wenn ich Sachen herausgebe, welche mir nicht gehören.

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