Get Adobe Flash player

Fliesenrisse vermeiden - Tipps vom TÜV SÜD

Ein Sprung im Boden? Fliesenrisse vermeiden



 

Tipps vom TÜV SÜD


 

 

Fachgerechtes Verlegen erspart späteren Ärger
 

Das erste Jahr im neuen Haus und schon zeigen einige Bodenfliesen im Wohnraum und auf der Terrasse Risse. Die Bautechnik-Experten von TÜV Süd erklären, woran das liegen kann und wie man diese Schäden vermeidet.

 


 

Um Risse in Fliesen zu vermeiden, muss der Estrichbelag, auf dem die Fliesen verlegt werden, abgetrocknet sein.

 


 

Rissen vorbeugen


 

Befindet sich im Estrich eine Fußbodenheizung, dann muss der Feuchtigkeitsgehalt genau gemessen werden. Ansonsten können Spannungsrisse entstehen, wenn sich der Estrich bei Erwärmung durch die Heizung ausdehnt. Außerdem ist es empfehlenswert, die Fußbodenheizung kurz vor dem Verfliesen langsam hochzufahren, bis sie ihre volle Leistung erreicht hat. Wenn der Bodenbelag schließlich verlegt wird, helfen Dehnungsfugen zwischen Wand und Fliesenbelag sowie ein flexibler Spezialkleber, um langfristige Risse zu vermeiden. Ähnliches gilt für geflieste Terrassen. Minusgrade im Winter und heiße Temperaturen im Sommer setzen den Boden unter Spannung. Selbst Fliesen, die als „frostsicher” gekennzeichnet sind, können reißen, wenn der Untergrund die Spannung nicht ausgleichen kann. Deshalb ist es hier ratsam, spezielle Mörtel und Kleber zu verwenden. Auch Entkopplungsmatten, die zwischen Estrich und Fliesen eingebaut werden, beugen Rissen vor.

 


 

 

Anspruchsvolle Gestaltung mit Fliesen
 

 

Drainage legen


 

Zur Vorbeugung von Fliesenschäden ist es ebenfalls empfehlenswert, eine Drainage im Untergrund anzulegen und dampfdurchlässige Fliesen zu verwenden. Denn für Risse kann auch Feuchtigkeit im Fliesenfundament verantwortlich sein. Ohne Drainage kann diese aus dem Boden in den Fliesenuntergrund gelangen. Bei Erwärmung durch Sonneneinstrahlung steigt die Feuchtigkeit bis in die Fliesen und sammelt sich unter der Glasur an. Lässt diese keinen Wasserdampf durch, kann sie aufplatzen. Schließlich kommt es auf die Technik beim Verlegen an: Wichtig ist hierbei, Hohlräume im Mörtelbett zu vermeiden. Durch häufige Belastung durch die Bewohner oder durch Möbel können sonst Teile der Fliese in den Hohlraum einbrechen. Der Fachmann verhindert dies, indem er auch die Fliesen selbst mit einer Schicht Mörtel überzieht, bevor sie in das Mörtelbett verlegt werden. (Quelle: TÜV SÜD; Foto oben: FELS-WERKE GmbH, Goslar, Foto unten: Peter Sturm)


 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok